Programm Europäischer Mediengipfel 2026

Änderungen vorbehalten.

Rules of Power – Wer kontrolliert das 21. Jahrhundert?

Die Welt, wie wir sie kannten, löst sich auf.

Was über Jahrzehnte als politisches und wirtschaftliches Dogma galt, verliert an Kraft: Kooperation, gemeinsame Regeln, internationale Verträge und die Überzeugung, dass sich Stabilität durch Verflechtung sichern lässt. An ihre Stelle tritt eine neue Machtprämisse: das Recht des Stärkeren.

Diese neue Logik prägt längst nicht mehr nur Kriege und geopolitische Konflikte. Sie greift in alle Bereiche ein. In der Politik gewinnen autoritäre Systeme an Einfluss und Zuspruch, während liberale Demokratien und Institutionen unter Druck geraten. In der Wirtschaft verschieben Künstliche Intelligenz, Plattformen und globale Tech-Konzerne jahrzehntelange Machtverhältnisse mit einer Wucht, die ganze Branchen und Arbeitswelten neu ordnet. Zugleich zeigen Cyberangriffe, wie verletzbar Staaten, kritische Infrastrukturen und ganze Gesellschaften geworden sind. Digitale Sicherheit wird damit zu einer zentralen Machtfrage des 21. Jahrhunderts. Und in den Medien zerfällt die alte Ordnung der Gatekeeper: Nicht mehr traditionelle Mediensysteme bestimmen, was sichtbar wird, sondern Algorithmen, Plattformen und neue digitale Machtzentren.

Das Zeitalter der Globalisierung war von der Vorstellung getragen, dass Kooperation stärker ist als Konfrontation, dass Märkte verbinden, Institutionen schützen und Öffentlichkeit Orientierung stiftet. Dieses Zeitalter geht zu Ende. Die Welt ordnet sich neu – nicht mehr primär als Raum gemeinsamer Regeln, sondern immer eindeutiger im Wettbewerb rivalisierender Machtsysteme.

Europa steht damit im Zentrum einer historischen Bewährungsprobe. Russlands Krieg gegen die Ukraine, die Erschütterungen im Nahen Osten, die Erosion westlicher Gewissheiten, neue strategische Abhängigkeiten, die Rückkehr militärischer Stärke und der Wettlauf um technologische Souveränität zeigen, wie tiefgreifend sich die Ordnung des 21. Jahrhunderts bereits verändert hat. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wer künftig stärker ist. Sie lautet, wer die Regeln der Stärke definiert.

Der 18. Europäische Mediengipfel versammelt vom 3. bis 5. Dezember 2026 in Seefeld in Tirol führende Stimmen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, um genau darüber zu diskutieren: über die Rückkehr der Macht, über die Zukunft der Demokratie, über die Neuordnung der Weltwirtschaft und über den tiefgreifenden Wandel der Öffentlichkeit.

Denn die Regeln der Macht werden neu geschrieben. Und Europa muss entscheiden, ob es diese neue Ordnung mitgestaltet – oder von ihr gestaltet wird.

Rules of Power – Wer kontrolliert das 21. Jahrhundert? 18. Europäischer Mediengipfel | 3.–5. Dezember 2026 | Seefeld in Tirol

Berichterstattende Medien sind herzlich eingeladen - bitte akkreditieren Sie sich unter: barbara.haid@pro.media

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